Es gibt beim E-Cannonball eine Tradition, die älter ist als mancher Akkupack im Teilnehmerfeld: die persönliche Challenge gegen Ove. Nicht Strecke gegen Strecke, sondern Mensch gegen Mensch. Mit Geschicklichkeitsaufgaben, Ehrgeiz — und einer sehr langen Erinnerung.
Im neuesten Video auf dem E-Cannonball YouTube-Kanal blickt Veranstalter Ove Kröger auf acht Jahre Challenge-Geschichte zurück und macht die Ansage für 2026.
2018 bis 2025: Eine Geschichte voller Niederlagen (und Siegen)
Wer die ersten E-Cannonballs verfolgt hat, kennt die Duelle. Michael Schmidt forderte Ove 2018 und 2019 heraus — und verlor beide Male. 2020 kam Peter mit einem Taycan und 800-Volt-Technik, und Ove verlor erstmals. Sportlich, aber schmerzhaft.
2021 traten Heinz Harald Frenzen und Alexander Bloch gemeinsam an — und verloren. 2022 gewann Bloch mit Lance David Arnold im Taycan gegen Ove. 2023 holten sich die Bangula-Brüder gegen Bloch und Ove den Sieg im Lucid. 2024 wiederholten sie das im Cybertruck. 2025 gewannen Bloch und Chris (Carmaniac) mit einem Rolls-Royce Spectre gegen die Bangulas.
Kurz gesagt: Das Feld wechselt, die Rivalen bleiben, und keine Niederlage wird je vergessen.
2026: Die Hero Challenge — zum ersten Mal
Für den E-Cannonball 2026 in Berlin gibt es erstmals eine sogenannte Hero Challenge — ein Format, das es in dieser Form noch nicht gab. Und das Aufgebot kann sich sehen lassen.
Die Bangula-Brüder splitten sich auf: Albert Bangula fährt mit Ove Kröger, Alex Bangula fährt mit Alexander Bloch. Das Duell lautet also: Albert+Ove gegen Alex+Alex.
Ove startet mit seinem elektrifizierten 1966er Ford Mustang, einem Urgestein des E-Cannonballs, das er gemeinsam mit Matthieu über Jahre aufgebaut hat. Kein Hightech-Bolide — aber ein Auto mit Geschichte, Charakter und einer treuen Fangemeinde. Bloch und Alex Bangula setzen dagegen auf einen elektrifizierten Porsche 911. Mit, wie Ove es selbst formuliert: „richtig Bums.“
Was denkt Ihr, welches der beiden Autos zumindest auf dem Papier gewinnt?.
Warum das alles nichts bedeutet
Genau das ist der Witz am E-Cannonball: Wer denkt, PS entscheidet, liegt falsch. Die Challenge besteht aus Geschicklichkeitsaufgaben — kein Raser-Rennen, kein Reichweite-Duell. Ein 60 Jahre alter Mustang kann hier gegen einen Porsche gewinnen. Und das ist keine Ausrede, das ist das Konzept.
Ove hat in seiner Challenge-Geschichte inzwischen alle Klassen mitgemacht — außer der LKW-Klasse. Für die fehlt der Führerschein. Bloch hat einen. Für 2027 wäre das vielleicht eine Idee.
Sei dabei — am 1. Mai in Berlin
Die Fahrt startet am 1. Mai 2026 auf dem Tempelhofer Feld in Berlin, im Fanvillage der Formula E. Bereits am Freitagvormittag könnt ihr die Teilnehmerfahrzeuge in Ruhe anschauen, mit Ove und den anderen Teilnehmern sprechen und das Feeling des größten Elektrofahrzeugevents Europas erleben. Der Eintritt am Freitag ist kostenlos.
Mustang gegen 911. Bangula gegen Bangula. Kröger gegen Bloch. Und irgendwo mittendrin die größte Sammlung an Elektrofahrzeugen, die ihr auf einem Fleck finden werdet.
Das Einzige, was ihr machen müsst, um Euch das anzuschauen? Hinfahren!